Hallo an Alle,
hier kommen nun also Neuigkeiten aus Südamerika!
Inzwischen ist einiges passiert, zuallererst: die erste Rotary-Reise, das Sprachcamp, fand vom 8. bis zum 12. September in Salinas, Guayas in einem wunderschönen Resort direkt am Strand statt. 68 Austauschschüler aus dem Süden Ecuadors waren dabei, aus ca. 10 verschiedenen Ländern. Wir Deutsche bildeten mit den US-Amerikanern die größte Gruppe mit ca. 20 Leuten. Danach kamen die Franzosen, die Belgier, die Kanadier, die Dänen, die Brasilianer. Aus der Schweiz, Österreich, Norwegen und Island waren jeweils nur einer dabei. Der Grund warum wir alle nach Salinas gekommen waren war in erster Linie um Spanisch zu lernen, aber natürlich hatten wir auch außerhalb des Unterrichts (der am Strand stattfand) jede Menge Spaß. Die Leute waren super und es war interessant, so viele verschiedene Nationen auf einem Event zu haben. Ich war leider 1 1/2 Tage krank mit einer Magen-Darm-Verstimmung aufgrung des Essens, trotzdem hat es mir sehr gut gefallen. Die Sammlung an Pins an meinem Blazer ist auch erheblich gewachsen. Am letzten Abend sind wir zum Strand um Bilder mit unseren Flaggen zu machen, und hier kommt das legendäre Gruppenbild:

Nun bin ich seit zwei Wochen wieder zurück in Chone und gestern, am 24. September 2013, war ich genau einen Monat in Ecuador. Ich muss sagen, es gefällt mir von Tag zu Tag mehr weil ich mehr Leute kennenlerne, einen einigermaßen geregelten Tagesablauf bekomme und vor allem weil ich immer mehr Spanisch spreche. Meine Schwester ist zwar wieder in Quito weil ihr Studium weitergeht und deshalb bin ich allein, aber nicht mehr einsam. Meine Familie ist ja da und mit Sacha verstehe ich mich auch gut. Außerdem haben wir am Ende der Woche Ferien und wenn alles gut läuft, können wir nach Quito zu meiner Familie fahren. Das würde mich wirklich sehr freuen.
'Vamos a ver', wir werden sehen, das Motto der Ecuadorianer. Und auch mein neues, anders kann man hier schnell verrückt werden. Mit der Organisation ist es hier nämlich nicht so wie ich das gewohnt bin, aber es funktioniert. Man muss eben spontan sein - und ein kleines bisschen verrückt.
Aber: 'Ecuador, ama la vida.' - 'Ecuador, liebe das Leben.'
In diesem Sinne - bis bald und liebe Grüße aus Ecuador!
Luisa
Hallo alle zusammen,
ich hätte nie gedacht wie anstrengend das Leben eines Austauschschülers ist, jetzt weiß ich es - deshalb kommt jetzt erst der nächste Eintrag.
Zuallererst möchte ich Simone Lenhart und Maria Berardi danken für die Organisation meiner Überrschungs-Abschiedsparty. Vielen Dank, es hat mir sehr gut gefallen! :)
Nun zu meiner Reise.
Mein Flug ist absolut reibungslos verlaufen, die erste Woche habe ich dann in Quito verbracht im Haus meiner Gasttante, bei der meine Gastschwester Dome (Domenica, 19) wohnt weil sie in Quito studiert. Außerdem wohnen dort meine Gastcousinen Enita (Ena, 19) und Belén (24), ihr Bruder Leo (Leonard, 22) wohnt bei ihrem Vater. (Diese Personen werde ich ab jetzt ohne den Zusatz "Gast-" benennen).
Wir haben sehr viel unternommen, die Mädchen und Leo haben mir das wunderschöne Quito gezeigt, und ich hab mich bei ihnen wie zuhause gefühlt (sie haben mir sogar den Namen gegeben - Luisita, die Verniedlichungsform -ito/-ita benutzt man hier für Personen die einem besonders nahe stehen.)
Für alle meine Facebook-Freunde, hier der Link zu dem Album mit (ein paar) Bildern aus Quito:
https://www.facebook.com/media/set/?set=a.427198087389168.1073741826.100002969400163&type=3
Am Samstag, den 31. August kamen meine Gasteltern Laura und Edwin mit meinem Gastbruder und Austauschpartner Nemecio (Pepe) nach Quito, Pepes Flug in die USA ging in der Nacht von Samstag auf Sonntag, während Dome, eine Freundin, Enita und ich Domes 19. Geburtstag feierten. Es war sehr schön. Südamerikanisch eben.
(Auch diese Personen erscheinen ohne "Gast-").
Am Sonntag, den 1. September hieß es fürs erste Abschied nehmen von Quito, denn ich fuhr mit meinen Eltern und meiner Oma (Ena) nach Chone, die Stadt im Westen Ecuadors, die das kommende Jahr mein Zuhause werden sollte. Über die Fahrt will ich gar nicht viel sagen, es war grauenvoll, aber wir sind gegen 8 Uhr, nach 7 Stunden, angekommen.
Ich bezog das Zimmer meines Bruders und war ziemlich schnell im Bett.
Am Tag darauf, Montag der 2. September, begann die Schule für mich und Sacha (17), Austauschschüler mit Rotary aus Connecticut, USA. Da unsere Schule, das Colegio Nacional Amazonas, eine Jubiläumswoche hat, hatten wir jeden Tag nur drei Unterrichtsstunden und danach freie Zeit, allerdings in der Schule, da Anwesenheitspflicht. Am ersten Tag musste meine Uniform her (welche gewöhnungsbedürftig ist) und ich war im Fitnessstudio (bloß nicht dick werden!).
Hier eines der vielen Bilder die meine Klassenkameraden gemacht haben:
So nett und interessiert die Leute hier auch sind, diese erste Woche war ziemlich hart für mich. Ich habe zwar viel unternommen mit Klassenkameraden, allerdings merke ich deutlich dass ich nicht mehr in meiner gewohnten Umgebung bin, dass die Menschen hier einfach anders sind, und vor allem dass ich kein Spanisch spreche. Ich war zum Teil sehr traurig und hab mich gefragt warum ich hier bin und nicht zuhause aber man hat mir gesagt das ist normal für die erste Zeit. Ich hoffe mal dass sich das bessert mit der Zeit.
Was ich aber mit Sicherheit weiß ist dass ich unheimliches Glück habe, mit so einer tollen Familie leben zu dürfen. Sie sind so goldig und lustig, sie hören zu und sie verstehen wie ich mich fühle. Ich liebe meine Gastfamilie!
Morgen, Sonntag den 8. September, beginnt das Rotary Language Camp in Salinas, Guayas. Es ist das erste Treffen der Inbounds in Ecuador, noch nicht alle auf einmal, sondern 70 der ca. 135. Wir verbringen eine Woche am Strand und bekommen mehrmals täglich Spanischunterricht. Bin mal gespannt ob's etwas bringen wird!
Auf jeden Fall freue ich mich sehr auf diese Woche, es wird bestimmt schön die anderen kennenzulernen und Freundschaften zu schließen!
Ich sende tausend Grüße und Küsse nach Deutschland, ich hoffe euch allen geht es gut.
Eure Luisa