zuerst einmal
muss ich sagen dass ich überrascht und gleichzeitig auf merkwürdige Weise
geehrt bin durch die vielen Seitenaufrufe hier in meinem Blog. Auch sagen mir
meine Eltern jedes Mal wenn ich sie spreche dass ich endlich weiterschreiben
soll (was angesichts der Tatsache dass ich in meinem Haus nur sehr unregelmäßig
Internetzugang habe wirklich nicht einfach ist), wozu ich mich jetzt jedoch aufgerafft
habe. Ich freue mich wirklich, dass Leute interessiert sind an dem was ich hier
in Ecuador erlebe, und dass sie mir so positive Rückmeldung geben. Danke!
So, nun zu
den neuesten Ereignissen: ich habe meine zweite Reise mit den rotarischen
Austauschschülern hinter mir. Sie fand statt vom 16. – 20. Oktober 2013 hier in
meiner Provinz, Manabí, welche im Westen Ecuadors gelegen sehr viel Anteil hat
an der sogenannten „Ruta del Sol“ (span., „Weg der Sonne“). Diese stellt die
Strände Ecuadors dar und erstreckt sich über die gesamte Küste. Da Manabí
mittig liegt im Land bietet sich diese Reise an, da nämlich zum ersten Mal alle
insgesamt 142 Exchangers in Ecuador aus rund 15 Ländern zusammentrafen. Von
unserer Herberge (es war wirklich nicht mehr als eine Herberge, aber
ausreichend), haben wir verschiedene Strände besucht und es fanden
Strandolympiaden statt (ich habe eine Medaille im Sackhüpfen gewonnen!). Außerdem
nahmen wir mit unseren Blazern und Flaggen teil an einem Umzug durch die Stadt
Portoviejo, Manabís Hauptstadt, und natürlich durfte die obligatorische Flaggen-Fotosession
nicht fehlen. Hier das neueste Gruppenfoto, entstanden in Crucita, Manabí:
Es ist ein
unbeschreibliches Gefühl, Jugendliche aus aller Herren Länder auf einmal zu
treffen, und jeder bringt ein Stück seiner Kultur mit, seines Lebens, seiner
Träume und Pläne. Und auch wenn jeder einzigartig ist, sind wir doch alle
gleich, durchleben wir doch alle diesen Wandel, weit weg von zuhause, mit
sprachlichen Hindernissen und ab und zu immer noch kleinen Kulturschocks. Ich
bin sehr froh und dankbar, dass ich alle diese wunderbaren Menschen treffen
konnte und immer noch treffe. Denn das Jahr ist noch nicht um! Inzwischen bin
ich seit zwei Monaten und 6 Tagen in Südamerika. Ich kann nur sagen, die Zeit
fliegt.
Austauschschüler
zu treffen bedeutet Pins bekommen und ich muss sagen ich bin sehr stolz auf
meinen Blazer.
Einige von
euch haben mich gefragt, was ich denn als Hobbies habe. Da es hier in Chone ja
keine Möglichkeiten gibt, die von zuhause weiterzuführen, kommen jetzt große
Neuigkeiten: Ich lerne Gitarre zu spielen. Hier in meinem Haus habe ich die
Gitarre meiner Schwester gefunden die sie gespielt hat als sie etwa 10 war,
darum ist sie relativ klein, aber ich ja auch und deshalb passt das. Sachas
Vater hat einen Freund dessen Söhne bei uns auf der Schule sind und sehr gut
Gitarre spielen, und der Jüngere bringt uns mit viel Geduld die ersten Akkorde
bei. Es macht wirklich Spaß! Außerdem hat meine Freundin angefangen jeden Tag
ins Fitnessstudio zu gehen und ich begleite sie, sagen wir, fast immer. Muss
ich auch denn ich will nicht zu viel zunehmen, und auf Kochbanane, Süßbrot und
Schokolade verzichten kommt nicht in Frage. Dieses eine Jahr hier in Ecuador
mit dieser unglaublichen Küche wird genutzt! Was mein Spanisch angeht mache ich
große Fortschritte, ich verstehe viel und werde immer sicherer mit dem
Sprechen. Du musst einfach sprechen, sprechen, sprechen, auch wenn du immer das
gleiche erzählst, nur so bekommst du den Dreh raus. Und das Beste ist sich mit
Leuten zu unterhalten die einen verbessern und die Dinge erklären. Und ich habe
keine Angst mehr, Fehler zu machen. Aber wenn im Unterricht etwas diktiert wird
schreibe ich fast fehlerfrei (in Französisch könnte ich es nicht besser). Alles
in allem muss ich sagen, Spanisch ist eine sehr schöne Sprache und mit
Französisch- oder Italienischkenntnissen auf jeden Fall gut zu lernen. Me
gusta!
In diesem
Sinne hoffe ich, euch allen geht es gut und ihr kommt gut in den November. In
Deutschland wird es ja jetzt kalt, hier ist es sehr heiß. Aber denkt
dran: macht euch warme Gedanken! Ich mache mir in der Zwischenzeit kühle.
Con muchos saludos y besos ecuatorianos,
mit vielen ecuadorianischen Grüßen und Küssen,
Luisa

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen